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Ausgabe
FOCUS Ausgabe 02/2023
06.01.2023
Freitags ab 18 Uhr
Meldung

Fielmann optimistisch für 2023 – obwohl „die Konsumstimmung das niedrigste Niveau seit Aufzeichnung erreicht hat“

Fielmann optimistisch für 2023 – obwohl „die Konsumstimmung das niedrigste Niveau seit Aufzeichnung erreicht hat“

Berlin. Der Optiker-Marktführer Fielmann will 2023 weiter expandieren: „Wir rollen den Onlineverkauf von Brillen in immer mehr Ländern aus“, kündigte Vorstandschef Marc Fielmann im Gespräch mit dem Berliner Nachrichtenmagazin FOCUS an. „Außerdem gibt es allein in Europa noch etliche Länder, in denen wir noch gar nicht vertreten sind – oder wo wir unseren Marktanteil noch steigern können.“ In Spanien etwa, wo der Hamburger Konzern jüngst einen weiteren Anbieter übernommen hat, will Fielmann „mittelfristig die Nummer eins sein“. 2026 wird dafür angepeilt. Fürs Gesamtjahr erwartet der Brillen-Multi einen Außenumsatz von rund zwei Milliarden Euro, was einer leichten Steigerung zu 2021 entspräche. Fielmann leidet wie andere darunter, dass „die Konsumstimmung das niedrigste Niveau seit Aufzeichnung erreicht hat“. Trotzdem gewinne sein Unternehmen „als Preisführer Marktanteile in diesem Umfeld. Generell sparen aber auch bei uns die Kunden“, so Fielmann gegenüber FOCUS. Die Aktie des Unternehmens ist seit dem Corona-Ausbruch 2020 unter Druck. „Der Kurs sinkt, weil unsere Marge zurückgeht. Wir agieren antizyklisch. Während das Gros der Branche die Preise dieses Jahr eher erhöht hat, senkten wir sie bei vielen Produkten sogar. Das wird sich auszahlen“, verteidigte Fielmann seinen aktuellen Kurs. „Als Familienunternehmer müssen wir da nicht auf jedes Quartal schauen.“ Gemeinsam mit seiner Schwester und seinem Vater, Unternehmensgründer Günther Fielmann, hält er noch immer über zwei Drittel der Papiere des Unternehmens, das über 22000 Mitarbeiter beschäftigt und mehr als 900 Filialen betreibt. Es sei zwar „klar, dass wir langfristig nicht auf dem aktuellen Renditeniveau bleiben möchten. Zugleich bin ich aber überzeugt, dass man nicht an der falschen Stelle sparen sollte.“ So seien im vergangenen Jahr auch die Gehälter der Fielmann-Augenoptiker und -Hörakustiker angehoben worden.