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FOCUS Ausgabe 38-2021
17.09.2021
Freitags ab 18 Uhr
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Mehrheit der Deutschen fürchten Steuererhöhungen

Mehrheit der Deutschen fürchten Steuererhöhungen

Berlin. Kurz vor der Bundestagswahl stoßen die Steuerpläne der Parteien auf Misstrauen. Fast 60 Prozent der Deutschen fürchten negative Folgen für ihre Finanzen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, die dem Nachrichtenmagazin FOCUS exklusiv vorliegt. Noch mehr (rund 70 Prozent) halten es für falsch, höhere Abgaben mit den Kosten der Corona-Pandemie zu rechtfertigen. „Die Furcht der Deutschen vor Steuererhöhungen war lange nicht mehr so groß“, sagte Politikberater Johannes Hillje dem FOCUS Magazin.

Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist bundesweit digitalisiert

Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist bundesweit digitalisiert

Berlin. Die Digitalisierung der deutschen Ämter und Behörden kommt nur schleppend voran. Das berichtet das Berliner Nachrichtenmagazin FOCUS unter Berufung auf Daten des Bundesinnenministeriums. Demnach sind bislang lediglich 66 von insgesamt 575 Verwaltungsleistungen für die Bürger bundesweit online verfügbar. Zum Beispiel geht es dabei um Anträge auf Sozialleistungen, Meldebescheinigungen oder Baugenehmigungen. Am weitesten fortgeschritten sind Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Dort sind bereits mehr als 200 Angebote online. Bund, Länder und Kommunen wollen durch das Onlinezugangsgesetz (OZG) bis Ende 2022 alle Behördenleistungen digitalisieren. Der unabhängige Nationale Normenkontrollrat, der die Bundesregierung seit 2006 beim Bürokratieabbau berät, hält dieses Ziel jedoch für nicht mehr erreichbar.

Schmidt ist laut Umfrage für 24 Prozent der beste Kanzler

Schmidt ist laut Umfrage für 24 Prozent der beste Kanzler

Berlin. Die meisten Deutschen halten Helmut Schmidt für den besten Bundeskanzler in der Geschichte der Republik. Das hat eine repräsentative Yougov-Umfrage im Auftrag des FOCUS-Magazin ergeben, an der sich 1016 Menschen zwischen dem 13. und 14. September beteiligten. 24 Prozent der Befragten sprechen sich für Schmidt aus.

Platz zwei belegt Angela Merkel, die 21 Prozent der Stimmen erhält. Für die amtierende Kanzlerin votieren insbesondere Frauen und Menschen in Westdeutschland. 24 Prozent der Frauen sprechen sich für Merkel aus, bei den Männern sind es 17 Prozent. Im Westen bekommt sie 22 Prozent der Stimmen, im Osten 18 Prozent.

Hinter Merkel liegt Willy Brandt, auf den 13 Prozent der Stimmen entfallen.

In einer Yougov-Umfrage von 2015 stimmten ebenfalls 24 Prozent der Befragten für Schmidt. Merkel verbessert sich im Vergleich zu damals um drei Prozentpunkte, Brandt verschlechtert sich um zwei Prozentpunkte.

Den letzten Platz in der aktuellen Umfrage belegt Kurt Georg Kiesinger mit null Prozent. Den höchsten Zustimmungsverlust im Vergleich zu 2015 verzeichnet Konrad Adenauer. Mit zwölf Prozent verliert der erste Kanzler der Bundesrepublik sechs Prozentpunkte.

Sonntagsfrage: SPD gewinnt, CDU verliert

Sonntagsfrage: SPD gewinnt, CDU verliert

Berlin. Knapp zehn Tage vor der Bundestagswahl kann die SPD von Kanzlerkandidat Olaf Scholz den Vorsprung gegenüber der Union von Armin Laschet ausbauen: Derzeit kämen die Sozialdemokraten in der von Katar erhobenen FOCUS-Sonntagsfrage (1.543 Befragte vom 8. bis 14. September) auf 26 Prozent, CDU/CSU nur noch auf 20 Prozent. Grüne (17 Prozent), AfD (12 Prozent) und Linkspartei (6 Prozent) verändern sich im Vergleich zur Vorwoche nicht, die FDP verliert einen Prozentpunkt und stünde derzeit bei 11 Prozent. Eine deutliche Mehrheit hätte damit eine von der SPD geführte Ampel mit Grünen und FDP. Auch ein Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei könnte den Kanzler wählen. Die CDU könnte mit einem Jamaika-Bündnis aus FDP und Grünen regieren.