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FOCUS Ausgabe 16-2021
16.04.2021
Freitags ab 18 Uhr
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Deutsche bewerten Verhalten von Markus Söder in der K-Frage positiver als das von Armin Laschet

Berlin. Die Deutschen sind der Auffassung, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe sich bei der Findung eines Kanzlerkandidaten besser verhalten als NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Das ergibt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für das Nachrichtenmagazin FOCUS (506 Teilnehmer am 13. April 2021). Demnach beurteilen 48 Prozent der Befragten das Verhalten von Markus Söder als „sehr gut“ oder „eher gut“, bei Armin Laschet sind das lediglich 39 Prozent. Söders Verhalten bewerteten 37 Prozent der Befragten als „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“, Laschets Verhalten wurde von 43 Prozent negativ beurteilt.

Die Frage lautete: Sowohl Markus Söder von der CSU als auch Armin Laschet von der CDU haben sich als Kanzlerkandidaten für die CDU/CSU zur Verfügung gestellt. Wie beurteilen Sie das Verhalten von... bei der Findung eines Kanzlerkandidaten in den letzten Tagen?

Opposition wirft Scholz verschleppte Aufklärung im Wirecard-Skandal vor

Berlin. Die Oppositionsvertreter im Wirecard-Untersuchungsausschuss werfen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vor, die Aufarbeitung des milliardenschweren Bilanzskandals zu behindern. „Es entsteht der Eindruck, dass das Finanzministerium Tempo bei der Aufklärung rausnimmt, um sich irgendwie in die Sommerpause und den Wahlkampf zu retten“, sagte der Obmann der Grünen im Untersuchungsausschuss, Danyal Bayaz, dem Nachrichtenmagazin FOCUS. So seien Akten zur Aufsichtsbehörde Bafin zu lange zurückgehalten und schriftliche Fragen spät und knapp beantwortet worden. Der FDP-Abgeordnete Florian Toncar bemängelt, dass die Bundesregierung und der Wirtschaftsprüfer EY dem Gremium zahlreiche Dokumente erst verspätet zur Verfügung gestellt hätten. Auch deshalb seien in der Affäre noch Fragen offen, sagte Toncar dem FOCUS. Am kommenden Donnerstag und Freitag sollen Scholz und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als Zeugen vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aussagen. Die große Koalition aus CDU, CSU und SPD will die Zeugenvernehmung bis Ende April abschließen. Die Opposition sieht jedoch weiteren Ermittlungsbedarf. „Die Befragungen sind dann abzuschließen, wenn der Untersuchungsauftrag erfüllt wurde“, sagte Linken-Obmann Fabio De Masi dem FOCUS. Sollte etwa der untergetauchte Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek auftauchen, müssten weitere Vernehmungen durchgeführt werden können. Der Untersuchungsausschuss wird seinen Abschlussbericht bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst vorlegen.