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FOCUS Ausgabe 04-2021
22.01.2021
Freitags ab 18 Uhr
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Entscheider in Wirtschaft und Verwaltung halten mehrheitlich CDU für Problemlöser in der Pandemiebekämpfung – Mehrheit empfiehlt Arbeitnehmern eine Coronaimpfung

Berlin. Entscheider aus Wirtschaft und Verwaltung trauen am ehesten der CDU zu, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu bewältigen. Das ergab eine Umfrage von Leseranalyse Entscheidungsträger e.V. (LAE) unter Entscheidungsträgerin in Wirtschaft und Verwaltung für das Nachrichtenmagazin FOCUS (842 Befragte in Online-Interviews vom 12. bis 19. Januar 2021). Demnach trauen 53 Prozent die Bewältigung der Pandemiefolgen am ehesten der CDU zu, gefolgt von Grünen (11 Prozent), FDP (10 Prozent), SPD (7 Prozent) und AfD und Linke (je 1 Prozent). Befragt, wie die Schuldenlast bewältigt werden könnte, eher durch Investition und Wachstum oder durch Steuererhöhungen, setzen 73 Prozent der Entscheider auf Investition und Wachstum, 14 Prozent auf Steuererhöhungen. 69 Prozent der Befragten würde ihren Angestellten und Arbeitnehmern eine Impfung gegen das Coronavirus empfehlen, 4 Prozent würde sie dringend empfehlen, da Geimpfte in ihren Organisationen künftig keinen Auflagen mehr unterlägen, 23 Prozent gaben an, sich als Vorgesetzter/Arbeitgeber in diese persönlichen Belange nicht einmischen zu wollen.

Polen und Ukraine kritisieren Nordstream-Stiftung scharf

Berlin. Die Botschafter Polens und der Ukraine üben heftige Kritik an der vom Land Mecklenburg-Vorpommern gegründeten Klimastiftung, mit der amerikanische Sanktionen gegen die Gaspipeline Nordstream2 unterlaufen werden sollen. „Das ist ein Handeln im Sinne von Germany First“, sagte der polnische Vertreter Andrzej Przylebski. Das deutsch-russische Projekt spalte die EU und untergrabe die Sicherheit seines Landes und der baltischen Staaten. Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine, wirft Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vor, „mit Zynismus Märchen zu erzählen“. Sollte Nordstream2 in Betrieb genommen werden, sieht Melnyk einen „geopolitischen Vertrauensverlust Deutschlands mit kaum reparablen Folgen für die Zukunft Europas“. Der Nachgeschmack werde „sehr bitter sein und lange Jahre die Atmosphäre vergiften“. Schwesig ließ erklären, dass sie „die Position der Botschafter mit Respekt zur Kenntnis nehme.“ Aber: „Sie überzeugt uns nicht.“ Die mehrheitlich vom russischen Staatskonzern Gazprom beherrschte „Nord Stream 2 AG“ steckt 20 Millionen Euro in die Klimastiftung, das Land Mecklenburg-Vorpommern 200.000 Euro. Auch Klima- und Umweltschützer haben sich bereits distanziert.