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Neue Verfassungsschutz-Vizepräsidentin Felor Badenberg flog trotz strengen Verbots in den Iran
Neue Verfassungsschutz-Vizepräsidentin Felor Badenberg flog trotz strengen Verbots in den Iran
Berlin/Köln. Die neue Vizepräsidentin des Kölner Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Felor Badenberg,46, hat nach Recherchen des Nachrichtenmagazins FOCUS durch eine private Reise in die Islamische Republik Iran offensichtlich gegen die strengen Sicherheitsvorkehrungen ihrer eigenen Behörde verstoßen. Demnach sind allen BfV-Mitarbeitern Reisen und Aufenthalte in Ländern wie Iran, Syrien oder Russland strikt verboten, da ihnen dort eine Verhaftung wegen Spionage droht.
Die in Teheran geborene Badenberg, erst Ende Juni von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in die Spitze des Inlandsgeheimdienstes befördert, flog vor ein paar Wochen in die iranische Hauptstadt, um nach dem Tod des Vaters Erbschaftsangelegenheiten zu regeln. Vor Ort hatte sie auch Kontakt zu staatlichen Behörden, so FOCUS.
In Sicherheitskreisen geht man davon aus, dass Badenberg ab ihrer Landung minutiös observiert worden ist. Ein hoher Regierungsbeamter zu FOCUS: „Die iranische Spionageabwehr wird sehr genau registriert haben, wen sie wo getroffen hat. Dieser Personenkreis gilt jetzt als vertraut mit der Frau, die in Deutschland iranische Agenten jagt. Das heißt, dass Badenbergs Kontakte in Teheran in große Gefahr geraten könnten.“
Die promovierte Juristin Badenberg kam als 12-Jährige nach Köln. Da ein Teil ihrer Familie weiter in Teheran lebte und die Islamische Republik sie nicht aus der Staatsangehörigkeit entließ, hätte der Verfassungsschutz sie nach Meinung eines früheren Innen-Staatssekretär nicht einstellen dürfen. Das Risiko einer Erpressung sei zu hoch.
Der Bundesverfassungsschutz wollte auf Anfrage nicht mitteilen, wer Badenbergs Iran-Reise genehmigt hat und ob der Vorgang disziplinarische Folgen hat.
