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FOCUS Ausgabe 22-2016
27.05.2016
Freitags ab 18 Uhr
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Motel-One-Chef: Uns fehlen Rom, Madrid, Lissabon

Berlin. Die Budget-Hotelkette Motel One betreibt ihre Expansion in Europa verstärkt weiter. Beim Richtfest für das achte Haus in Berlin im Hochhaus „Upper West“ kündigte Motel One-Chjf Dieter Müller im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus an: „Quantitativ gibt es keine Grenze für die Expansion“. Vor allem wolle man in Rom, Madrid und Lissabon Hotels betreiben, aber auch in Hannover fehle noch ein Haus der eigenen Kette, so Müller.

Mit derzeit 53 Häusern und 25 in Planung analysiert das Münchner Unternehmen ständig weitere Standorte. CEO Müller zu Focus: „Wir haben 54 Städte definiert, in denen wir sein wollen. In Berlin ist die Nachfrage so enorm, dass wir ein weiteres Haus am Alexanderplatz bauen.“ Das Hotel im Upper West am Breitscheidplatz wird mit 582 Zimmern das größte Hotel der Kette. Es eröffnet im Frühjahr 2017.

Umfrage: Deutsche geben Regierungsarbeit von Angela Merkel Note 3

Berlin. Die Deutschen geben der Regierungsarbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Notendurchschnitt von 3,3. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid hat die Bundesbürger im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus gebeten, Schulnoten zu vergeben. 7 Prozent bewerteten Merkels Arbeit mit „sehr gut“, 27 Prozent mit „gut“, 29 Prozent mit „befriedigend“, 14 Prozent mit „ausreichend“, 12 Prozent mit „mangelhaft“ und 9 Prozent mit „ungenügend“.

Am besten schneidet Merkel bei Wählern der Unions-Parteien ab. Sie bewerten ihre Arbeit im Schnitt mit 2,4. Die schlechteste Bewertung (5,2) erhält sie von Sympathisanten der AfD.

Hintergrund: TNS Emnid befragte am 23. und 24. Mai 2016 insgesamt 1007 Personen. Die Fragestellung lautete: „Wie würden Sie die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel beurteilen?“ Antwortmöglichkeiten: „sehr gut“, „gut“, „befriedigend“, „ausreichend“, „mangelhaft“, „ungenügend“.

Alzheimer-Experte Christian Haass sieht entscheidende Fortschritte gegen die Krankheit

Berlin. Mehrere neue Studien mit Wirkstoffen gegen die Alzheimer-Demenz lassen auf möglicherweise entscheidende Fortschritte hoffen. „Endlich beweisen Analysen schwarz auf weiß, dass die Testsubstanzen Demenz aufhalten, wenn man sie nur früh genug einsetzt“, erklärt der Münchener Forscher Christian Haass, Sprecher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen, in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus.

Haass bezieht sich auf drei Versuchsreihen, die unabhängig voneinander zeigten, dass so genannte monoklonale Antikörper-Präparate „die geistige Leistungsfähigkeit von Alzheimer-Patienten stabilisieren“. Haass im Focus: „Die Ergebnisse sehen wirklich gut aus.“

Internationale Pharmafirmen lassen zurzeit vier verschiedene Antikörper testen. Die Medikamente sollen krankhafte Ablagerungen im Gehirn von Patienten auflösen. In Deutschland leben zirka 1,5 Millionen Menschen mit der Krankheit. Bis zum Jahr 2050 könnte die Zahl laut Prognosen auf 2,6 Millionen steigen.

CSU-Agrarminister Schmidt: „Gentechnikforschung in Deutschland zulassen“

Berlin. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) will die deutsche Gentechnikforschung wieder vorantreiben. „In ethisch verantwortbaren Bereichen müssen wir Gentechnikforschung zulassen“, sagte Schmidt in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus. Gentechnisch veränderte Pflanzen dürften allerdings in Deutschland nicht angebaut werden. Ein entsprechendes Gesetz sei bereits in der Ressortabstimmung.

Mit Blick auf das Kaufinteresse Bayers am Gensaatgut-Hersteller Monsanto und eingeschränkten Forschungsmöglichkeiten in Deutschland sagte der Minister: „Deswegen müssen wir bei uns Forschung in diesem Bereich zulassen. Es gibt leider deutsche Unternehmen mit Nobelpreisträgern, die ihre Entwicklungen schon komplett in andere Länder verlagert haben.“ Die Forschung müsse sich auf ethisch verantwortbare Bereiche beschränken.

Das Kaufinteresse Bayers an Monsanto wollte der CSU-Agrarminister allerdings nicht bewerten. Das sei „eine unternehmerische Entscheidung.“

Agrarminister Schmidt versichert: Auch mit TTIP kein Hormonfleisch auf deutschen Tellern

Berlin. Mit TTIP wird es kein amerikanisches Hormonfleisch in europäischen Supermarktregalen geben, versichert Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus. „Wir werden an den hohen europäischen Verbraucherschutz-Standards nicht rütteln“, betonte der Bundesminister. Das sei der klare Auftrag an die EU-Kommission. Bei gentechnisch veränderten Produkten werde Deutschland auch künftig auf eine klare Kennzeichnung bestehen. „Auch mit TTIP wird es kein Hormonfleisch auf deutschen Tellern geben“, versprach Schmidt.

Der CSU-Agrarminister räumte im Focus-Interview ein, natürlich gebe es bei TTIP Risiken: „Aber die Chancen überwiegen.“ Klar sei: „Unsere Standards sind nicht verhandelbar! Wer aber den Wettbewerb scheut, hat ihn eigentlich schon verloren.“

CDU-Politiker Geißler übt heftige Kritik an Seehofer: „CSU ist zum Stichwortgeber für die Rechtspopulisten geworden“

Berlin. Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hat die Attacken der CSU gegen die Politik der CDU-Parteivorsitzenden Angela Merkel scharf zurückgewiesen. „Die CSU ist leider zum Stichwortgeber für die Rechtspopulisten geworden“, sagte der CDU-Politiker im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus. „Die Stichwortgeberei für die AfD ist ein schwerer Schaden, den Seehofer der Gesamtunion zumutet.“ Die CSU bekämpfe „mit ihren Drohungen und finalen Ultimaten nicht mehr den politischen Gegner, sondern das eigene Lager“.

Einen Vergleich der heutigen Situation mit früheren Streitigkeiten zu Zeiten von Helmut Kohl (CDU) und Franz Josef Strauß (CSU) wies Geißler zurück. Neu seien die öffentlichen „herabsetzenden Angriffe auf die eigene Regierungschefin“ und die „massiven Störfeuer ohne jede Rücksicht auf die schweren Wahlkämpfe der Schwesterpartei“ in den Bundesländern. „Das wäre Strauß nie eingefallen“, sagte Geißler, „dazu war er zu gescheit und grundsätzlich zu sehr ein Mann der Union“.

Die Drohung, die CSU könne möglicherweise auch im übrigen Bundesgebiet als Partei antreten, sei „absurd“, so Geißler. Er drehte im Interview die Perspektive um: „Es wäre für die CDU ein Leichtes, der CSU in Bayern Konkurrenz zu machen.“ Deswegen sei 1983 die Satzung seiner Partei geändert worden. „Das wäre zugleich das Ende für den bundesweiten Anspruch der CSU“, warnte Geißler. „Horst Seehofer sollte sich also überlegen, was er tut.“

Mit Begriffen wie „unkollegial“ oder „unfair“ sei Horst Seehofers Verhalten „zu harmlos“ beschrieben: „Es ist für die Union bei der nächsten Bundestagswahl absolut schädlich, wenn die CSU so weitermacht. Die Angriffe auf die Bundesregierung sind schizophren und verrückt“, sagte Geißler. Die CSU sei schließlich Mitglied der Bundesregierung und habe im Kabinett und im Bundestag „allen flüchtlingspolitischen Entscheidungen zugestimmt“.

Geißler betonte, der Markenkern der CDU bestehe aus zwei Punkten: der Fundierung auf dem christlichen Menschenbild und „Europa“. „Bei der Flüchtlingspolitik ist beides relevant. Die CDU muss das menschliche Gesicht wahren und kann nicht Antworten geben, wie rechtsradikale Parteien das tun.“

Facebook sperrte größte deutsche Hetz-Seite trotz Holocaust-Leugnung jahrelang nicht

Berlin. Trotz zahlreicher Beschwerden über rechtsextremistische Veröffentlichungen bei Anonymous.Kollektiv hat Facebook die ehemals größte deutsche Hetz-Seite in dem sozialen Netzwerk jahrelang nicht blockiert. Das berichtet das Nachrichtemagazin Focus und beruft sich auf zahlreiche Nutzerbeschwerden, die der Redaktion vorliegen. Demnach wusste Facebook seit spätestens 2014, dass die Seite Anonymous.Kollektiv Hass gegen Ausländer schürte und volksverhetzende Mitteilungen verbreitete. Dennoch sperrte Facebook die Seite nicht.

„Da müssen Tausende Meldungen zusammengekommen sein“, berichtet ein Aktivist, der die Hetz-Seite lange beobachtet hat, im Focus. Ein anderer Nutzer berichtet, er habe fast 50 Beiträge angezeigt, die unter anderem die deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg relativiert hätten. Bis auf eine Ausnahme habe Facebook ihm jedes Mal mitgeteilt, die Beiträge würden nicht gegen die Gemeinschaftsstandards des sozialen Netzwerks verstoßen und würden deshalb auch nicht gelöscht.

Nach Focus-Information veröffentlichte Anonymous.Kollektiv an Silvester 2015 ein Video, in dem alle drei Strophen des Deutschlandlieds gesungen werden. Über 270.000 Personen riefen es auf. Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus im Januar 2016 verlinkte die Seite sogar auf einen Clip, in dem der Holocaust verharmlost wurde.

Erst seitdem Focus (21/16) berichtet hatte, dass Mario Rönsch, ein mehrfach vorbestraftes, langjähriges AfD-Mitglied aus Erfurt, der mutmaßliche Betreiber von Anonymous.Kollektiv ist, ist die Seite mit ehemals fast zwei Millionen Fans nicht mehr erreichbar.

Facebook teilte auf Anfrage mit, man äußere sich grundsätzlich nicht zu einzelnen Seiten, unabhängig von deren Anhängerzahl oder politischer Gesinnung. Die Leugnung des Holocaust sei in Deutschland ein Straftatbestand, und entsprechende Beiträge würden gelöscht, sobald Nutzer sie meldeten. Holocaust-Leugnungen auf ausländischen Facebook-Seiten seien in Deutschland nicht abrufbar.

Facebook wollte weder bestätigen noch dementieren, nach dem Focus-Bericht die größte deutsche Hetz-Seite gesperrt zu haben. Theoretisch wäre es auch denkbar, dass der Administrator selbst seine Seite verborgen hat.

CSU-Politiker gegen Koalition mit CDU um jeden Preis

Berlin. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan fordert gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus, eine erneute Koalition mit der CDU nach der Bundestagswahl von Bedingungen seiner Partei abhängig zu machen. „Wir müssen unsere eigenen Prioritäten definieren und klipp und klar sagen: Koalitionen, auch mit der CDU, nur unter bestimmten Bedingungen.“

Einer dieser zentralen Punkte laute, so Radwan: „Die Kanzlerin muss klar machen, dass Deutschland seine Zuwanderung selbst steuert, statt die Türkei zum Türsteher zu machen.“ Deshalb sollte auch der Deal mit Erdogan schnellstmöglich abgewickelt werden: „Es ist nötig, die Reißleine zu ziehen – gerade im Interesse Europas.“

Radwan kritisiert in Focus auch Merkels Aussage, sie wolle keine Prinzipien aufgeben, um rechte Wähler von der AfD zurückzuholen. „Wenn sie schon von Prinzipien spricht“, so Radwan, „dann müssen wir auch darüber reden, welche Prinzipien die CDU aufgegeben hat, und wie wir ehemalige Wähler wieder zurückholen.“

Tod eines Elitesoldaten in Afghanistan – Eltern werfen der Bundeswehr Vertuschung und Gleichgültigkeit vor – KSK-Hauptfeldwebel auf Einsatz nicht vorbereitet?

Berlin. Die Eltern eines 2013 in Afghanistan gefallenen Soldaten des Kommando Spezialkräfte (KSK) haben nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus der Bundeswehr vorgeworfen, über die Todesumstände ihres Sohnes unzureichend aufgeklärt worden zu sein. Zudem hätten Offiziere des KSK mit einer „erschreckenden Gleichgültigkeit“ auf das Schicksal des damals 32-jährigen Hauptfeldwebel Daniel Wirth reagiert, sagten Harald und Martina Wirth aus der Gemeinde Obergurig bei Bautzen zu Focus.

Die Eltern seien seinerzeit von Bundeswehr und einem Militärpfarrer dazu gedrängt worden, in der Regionalzeitung keine Todesanzeige für den Elitesoldaten und zweifachen Familienvater aufzugeben, so Focus. Ziel sei es gewesen, die Umstände des tödlichen Zwischenfalls in der Provinz Baghlan im Norden Afghanistans geheim zu halten. Eine von der Bundeswehr ausgebildete afghanische Polizeieinheit war am 4. Mai 2013 von Taliban-Kämpfern angegriffen worden. Als das alarmierte KSK-Kommando eintraf, flüchteten die Polizisten. Die US-Luftwaffe bombardierte daraufhin die Taliban-Stellung. Bei der Nachsuche in einem Waldgebiet wurde Daniel Wirth in vorderster Linie von einem Taliban-Kämpfer erschossen, der sich in einem getarnten Erdloch versteckt hatte.

Nach Focus-Recherchen war Hauptfeldwebel Wirth nicht fit und hätte nicht in den gefährlichen Einsatz geschickt werden dürfen. Dies stellte auch der Kommandoführer Major Pascal D. nach dem Einsatz gegenüber seinem Vorgesetzten Oberstleutnant Heiko G. und Soldaten fest, so einer der beteiligten KSK-Männer zu Focus. Wirth war erst kurz zuvor aus einem einjährigen Erziehungsurlaub zum KSK zurückgekehrt und nach Angaben seiner Kameraden noch nicht voll einsatzbereit.

Die Eheleute Wirth kritisieren, dass sich die Bundeswehr kaum um sie gekümmert habe. Vom KSK sei erst ein Jahr nach Daniels Tod der kommandierende Brigadegeneral Dag Baehr gekommen, um den Eltern Tipps für den Umgang mit der Presse zu geben. Auf der Feier anlässlich eines postum an Daniel Wirth verliehenen Ordens habe Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kein Wort mit der trauernden Familie gewechselt, so die Soldaten-Eltern.

Das Kommando Heer in Strausberg bei Berlin lehnte auf Focus-Anfrage eine Stellungnahme ab. Man äußere sich grundsätzlich nicht zu Angelegenheiten des KSK, hieß es.

Interview mit Folk-Legende Paul Simon: Schönheit des Klangs statt Polit-Lektionen – „sie ist doch schon allein eine Antithese zu Leuten wie Donald Trump“

Berlin. Folk-Gigant Paul Simon geht es in seinen Liedern mehr um die Schönheit des Klanges als um politische Botschaften. „Ich interessiere mich für Politik, aber ich mache sie nicht zum Hauptthema meiner Texte“, sagte der 74-jährige Songwriter im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus. Natürlich sei auch er alarmiert von Politikern wie Donald Trump und dessen Äußerungen, räumte Simon ein, aber er glaube nicht, dass „ein Song die richtige Form wäre“, das zu bekennen. „Ich mag keine Lektionen erteilt bekommen und auch keine erteilen.“

Mit seinem neuen Album „Stranger to Stranger“, dem ersten seit fünf Jahren, möchte der Musiker vor allem den Klang feiern. „Die Idee von Schönheit ist doch allein schon eine Antithese zu Leuten wie Trump, das Konzept von Güte und Mitgefühl steht und spricht doch für sich“, so Simon. „Diese Art von Ästhetik hat auch eine politische Konsequenz“, ist sich der Sänger sicher, der auch alle Songs des legendären Hit-Duos Simon & Garfunkel geschrieben hat.

„Stranger to Stranger“, das zwölfte Soloalbum von Paul Simon, erscheint am Freitag, den 3. Juni.

Dresden ist frauenfreundlichste Stadt Deutschlands

Berlin. Dresden ist die frauenfreundlichste Stadt Deutschlands. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Nachrichtenmagazins Focus der 77 größten Städte Deutschlands. Untersucht wurden die Kategorien Jobs und Karrierechancen, Einkommen und Qualifikation, frauenfeindliche Kriminalität sowie Spaß und Freizeit.

Im Vordergrund der Untersuchung stand die Frage, inwieweit in der jeweiligen Stadt eine Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zum Beispiel im Beruf, beim Gehalt oder in der Ausbildung erreicht ist oder ob Frauen hier benachteiligt oder diskriminiert werden.

Die sächsische Landeshauptstadt konnte in dem Focus-Ranking vor allem mit einem hohen Anteil an berufstätigen Frauen, Gehältern fast auf Männer-Niveau (92 Prozent) als auch mit einer hohen Sicherheit in der Stadt (vergleichsweise wenige weibliche Kriminalitäts-Opfer insgesamt sowie bei Vergewaltigungen und sexueller Nötigung) punkten.

Den zweiten Platz errang die Universitätsstadt Heidelberg, gefolgt von Jena und Leipzig. Gleich fünf ostdeutsche Städte schafften den Sprung in die Top Ten der Focus-Studie (zusätzlich Chemnitz auf Platz 7 sowie Berlin auf Platz 10).

München belegt den 6. Platz, Hamburg den 16. und Düsseldorf Platz Nummer 23. Köln wird besonders die hohe frauenfeindliche Kriminalität zum Verhängnis: nur Platz 59. Frauenfeindlichste Stadt in Deutschland ist laut dem Focus-Ranking Ludwigshafen am Rhein. Hauptgründe sind die niedrige Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben, niedrige Frauengehälter im Vergleich zu denen der Männer sowie die höchsten gemessenen Kriminalitätswerte unter allen 77 Städten.

Die Studie hat Focus gemeinsam mit den renommierten Regionalforschern Tina Vossbeck und Wolfgang Steinle aus Köln erstellt. Dazu wurden Tausende Stichtagswerte als auch dynamische Vergleichswerte (z.B. zum Abbau von Frauenarbeitslosigkeit über mehrere Jahre) aus den Jahren 2010 bis 2015 ermittelt und verglichen.

Welche ist die frauenfreundlichste Stadt Deutschlands? Münster Platz 9, Essen Platz 14, Bergisch Gladbach 22, Düsseldorf 23, Oberhausen und Koblenz 24, Krefeld Vorletzter: 76.

Berlin. Dresden ist die frauenfreundlichste Stadt Deutschlands. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Magazins Focus der 77 größten Städte Deutschlands. Untersucht wurden die Kategorien Jobs und Karrierechancen, Einkommen und Qualifikation, frauenfeindliche Kriminalität sowie Spaß und Freizeit. Im Vordergrund der Untersuchung stand die Frage, inwieweit in der jeweiligen Stadt eine Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zum Beispiel im Beruf, beim Gehalt oder in der Ausbildung erreicht ist oder ob Frauen hier benachteiligt oder diskriminiert werden.

Die sächsische Landeshauptstadt konnte in dem Focus-Ranking vor allem mit einem hohen Anteil an berufstätigen Frauen, Gehältern fast auf Männer-Niveau (92 Prozent) als auch mit einer hohen Sicherheit in der Stadt (vergleichsweise wenige weibliche Kriminalitäts-Opfer insgesamt sowie bei Vergewaltigungen und sexueller Nötigung) punkten.

In Nordrhein-Westfalen sind die Ergebnisse der Focus-Studie sehr gemischt: Münster (Platz 9) landet wegen guter Sicherheitswerte für die City noch vor Berlin (Platz 10). Essen (Platz 14) punktet mit einem hervorragenden Shopping-Angebot, ebenso wie Düsseldorf (Platz 23). Oberhausen und Recklinghausen (Gesamtplatz 24 bzw. 26) offerieren für Frauen gute Jobmöglichkeiten, allerdings ist hier auch das Armutsrisiko für ältere Frauen mit am höchsten: 67 Prozent der Empfänger von staatlicher Grundsicherung ab Alter 65 sind in den beiden Städten Frauen. Köln landet wegen der zweithöchsten Kriminalitätswerte gegen Frauen nur auf dem 59. Platz im Focus-Städtevergleich. Und Krefeld landet in der Gesamtwertung auf dem vorletzten 76. Rang wegen vergleichsweise schlechter Jobchancen sowie Einkommen und Qualifikation für Frauen. Frauenfeindlichste Stadt in Deutschland ist laut dem Focus-Ranking Ludwigshafen am Rhein. Hauptgründe sind die niedrige Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben, niedrige Frauengehälter im Vergleich zu denen der Männer sowie die höchsten gemessenen Kriminalitätswerte unter allen 77 Städten.

Die Studie hat Focus gemeinsam mit den renommierten Regionalforschern Tina Vossbeck und Wolfgang Steinle aus Köln erstellt. Dazu wurden Tausende Stichtagswerte als auch dynamische Vergleichswerte (z.B. zum Abbau von Frauenarbeitslosigkeit über mehrere Jahre) aus den Jahren 2010 bis 2015 ermittelt und verglichen.

Welche ist die frauenfreundlichste Stadt Deutschlands? Oldenburg Platz 14, Hamburg auf Platz 16, Kiel 20., Hannover Platz 35, Bremerhaven nur Platz 75

Berlin. Dresden ist die frauenfreundlichste Stadt Deutschlands. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Magazins Focus der 77 größten Städte Deutschlands. Untersucht wurden die Kategorien Jobs und Karrierechancen, Einkommen und Qualifikation, frauenfeindliche Kriminalität sowie Spaß und Freizeit. Im Vordergrund der Untersuchung stand die Frage, inwieweit in der jeweiligen Stadt eine Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zum Beispiel im Beruf, beim Gehalt oder in der Ausbildung erreicht ist oder ob Frauen hier benachteiligt oder diskriminiert werden.

Die sächsische Landeshauptstadt konnte in dem Focus-Ranking vor allem mit einem hohen Anteil an berufstätigen Frauen, Gehältern fast auf Männer-Niveau (92 Prozent) als auch mit einer hohen Sicherheit in der Stadt (vergleichsweise wenige weibliche Kriminalitäts-Opfer insgesamt sowie bei Vergewaltigungen und sexueller Nötigung) punkten.

In den norddeutschen Bundesländern und Stadtstaaten Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Schleswig-Holstein und Niedersachsen fiel das Ergebnis sehr gemischt aus. Während Hamburg (Platz 16) und Hannover (Platz 35) ihre guten Plätze vor allem den vergleichsweise hohen Frauengehältern verdanken, konnte Kiel (Platz 20) mit einer hohen Beschäftigung unter Mitarbeiterinnen überzeugen.

Oldenburg kommt mit guten Einkaufs- und Freizeitangeboten sogar auf Gesamtplatz 14. Lübeck (Gesamtplatzierung 41) erringt zwar sehr gute Einzelwertungen bei Jobs und Einkommen/Qualifikation für Frauen, dafür patzt die Hansestadt mit vielen Straftaten und wenigen Shopping-Angeboten. Bremen (Platz 69) kann sich zwar mit guten Einkaufsmöglichkeiten hervortun, ist aber ebenfalls für Frauen ein vergleichsweise gefährliches Pflaster (Einzelwertung Kriminalität Platz 74). Bremerhaven (Gesamtplatzierung 75.) hat ein besonders hohes Armutsrisiko für Frauen, gemessen an Empfängerinnen von Grundsicherung ab Alter 65 (Anteil 67 Prozent) sowie wenigen Shopping- und Freizeit-Angeboten speziell für Frauen.

Frauenfeindlichste Stadt in Deutschland ist laut dem Focus-Ranking Ludwigshafen am Rhein. Hauptgründe sind die niedrige Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben, niedrige Frauengehälter im Vergleich zu denen der Männer sowie die höchsten gemessenen Kriminalitätswerte unter allen 77 Städten.

Die Studie hat Focus gemeinsam mit den renommierten Regionalforschern Tina Vossbeck und Wolfgang Steinle aus Köln erstellt. Dazu wurden Tausende Stichtagswerte als auch dynamische Vergleichswerte (z.B. zum Abbau von Frauenarbeitslosigkeit über mehrere Jahre) aus den Jahren 2010 bis 2015 ermittelt und verglichen.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke kritisiert den neuen Fifa-Präsidenten und die aufgestockte Fußball-Europameisterschaft

Berlin. Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, kritisiert den neuen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino scharf. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus verurteilt Watzke Infantinos Pläne, zukünftig die Fifa-Kontrolleure selbst zu bestimmen und sich zugleich sein aktuelles Jahresgehalt von zwei Millionen Franken selbst zu erhöhen. „Er wurde als Heilsbringer empfangen, obwohl er zum Uefa-System des unter Korruptionsverdacht stehenden Michel Platini gezählt hatte“, sagte der 56-jährige BVB-Boss dem Focus. „Das hat mich gewundert – Infantinos Fingerspitzengefühl scheint nicht besonders ausgeprägt zu sein.“

Im Hinblick auf die bevorstehende Fußball-EM in Frankreich moniert Watzke den neuen Spielmodus mit nunmehr 24 Nationen, statt bisher 16 Ländermannschaften. „Das kontinentale Turnier ist völlig aufgebläht, das ist nicht gut“, sagte Watzke dem Focus. „Kleiner Quervergleich: Real Madrid gegen Malmö FF will ja auch kaum einer sehen, bei allem gebotenen Respekt für Malmö. Das schadet der sportlichen Qualität.“

163-Millionen-Euro-Forderung gegen Großbank BNP Paribas

Berlin. Auf die französische Großbank BNP Paribas könnte ein Prozessrisiko in Höhe von 163 Millionen Euro zukommen. Diesen Anspruch erhebt nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus ein Wertpapierhändler aus Frankfurt, der im Dezember 2015 ein Zertifikat der BNP Paribas gekauft hatte.

Offenbar durch einen Fehler der Bank bezahlte der Händler rund 300.000 Euro für ein Wertpapierpaket, dessen echter Wert bei fast 163 Millionen Euro gelegen hätte. Nach Darstellung des Händlers hat die BNP Paribas nach dem Deal die für Mistrades geltenden Stornierungsfristen verstreichen lassen und das Geschäft auf Nachfrage noch einmal schriftlich bestätigt. Dennoch verweigert die Bank bis heute die Lieferung des Zertifikates.

„Eine Bank, die einen Fehler in dieser Größenordnung nicht bemerkt, handelt grob fahrlässig und ist schon deshalb nicht schutzwürdig“, sagte der auf Anlegerschutz spezialisierte Fachanwalt Mario Bögelein zu Focus. „Zudem verstieß die Bank gegen ihre eigenen, extra für derartige Fälle vorgesehenen Mistraderegeln. Danach ist aus Gründen der Rechtssicherheit eine Stornierung des Geschäftes nur in engen zeitlichen Grenzen möglich“, fügte der Jurist hinzu.

Bögelein vertritt die Interessen des Wertpapierhändlers gegen die Bank. Die Erfolgsaussichten im Falle eines Prozesses bewertet er als „deutlich überdurchschnittlich.“

Die BNP Paribas wollte sich auf Focus-Anfrage nicht zu dem Fall äußern.

Rekordumsätze in der Luftfahrtbranche – jedes fünfte Flugzeug wird in Hamburg fertig gestellt

Berlin. Kurz vor der Berliner Flugschau ILA, die am 1. Juni dieses Jahres beginnt, nennt die Flugzeugbranche neue Absatzzahlen. „2015 wurden rund 1700 Maschinen aller Hersteller ausgeliefert. Der deutsche Mittelstand ist dabei an jedem Flugzeug beteiligt“, sagte Bernhard Gerwert, Präsident des Bundesverbands der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie dem Nachrichtenmagazin Focus.

Jedes fünfte Flugzeug werde in Hamburg zusammengebaut. Mit einem Rekordwert von 35 Milliarden Euro im Jahr 2015 übertrifft der Branchenumsatz den Vorjahreswert um acht Prozent. Auch für die kommenden Jahre sind die Aussichten gut. „Allein Airbus hat 6700 Flugzeuge im Auftragsbestand“, sagt Ex-Airbus-Manager Gerwert. Das sichere dem deutsch-französischen Flugzeughersteller für die nächsten acht Jahre das Geschäft. Die ILA 2018 soll dann am Flughafen BER stattfinden. Bei laufendem Flugbetrieb, hofft Gerwert.

Agrarminister Schmidt: Bund wird bedrohten Milchbauern mit Finanzhilfen beistehen

Berlin. Vor dem Milchgipfel am kommenden Montag kündigt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) umfangreiche finanzielle Hilfen für Milchbauern an. „Wir werden eine Reihe von Betrieben über Bürgschaften, Kredite sowie steuerliche Erleichterungen stützen“, erklärte er in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus. Bei dem aktuell sehr niedrigen Milchpreis gebe es viele Landwirte, die sonst das nächste halbe Jahr nicht überleben könnten.

Schmidt sagte: „Die Verbraucher sind bereit, mehr als die derzeit üblichen 40 Cent pro Liter Milch zu zahlen.“ Er sei optimistisch, dass auch der Lebensmitteleinzelhandel hier seine Verantwortung sieht.

Zudem gebe es künftig Möglichkeiten, dass sich Milcherzeuger zu stärkeren Einheiten zusammenfinden. Sein Ministerium treibe zur besseren Angebotssteuerung dazu ein Agrarmarktstrukturgesetz voran. „Erzeugerorganisationen und Molkereien können dann für sechs Monate Absprachen zur Begrenzung oder Reduzierung der Milchmenge treffen“, erläuterte Schmidt im Focus-Interview. Aber die Branche müsse das aufgreifen. Der Staat kann den Markt nicht ersetzen.

Schmidt setzt zudem große Hoffnung auf eine Lockerung des russischen Embargos. „Ich treffe bald im Rahmen der G-20 meinen russischen Kollegen. Mein Ziel ist, dass wir die Handelsbeziehungen wieder aufnehmen – auch im Lebensmittelbereich“, sagte der Agrarminister im Focus-Interview.

Schmidt will obendrein bei Auslandsreisen der deutschen Milchindustrie neue Absatzmärkte eröffnen. „Mein Ziel ist es, in aufnahmefähigen und zahlungskräftigen Ländern neue Absatzmärkte zu erschließen“, sagte der CSU-Agrarminister. Dazu gehörten neben China auch Japan sowie andere asiatische Länder, aber auch die USA, Kanada und der Iran. Dort sehe er Deutschlands größtes Wachstumspotential.